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FAQ

Hier finden Sie eine Zusammenstellung von oft gestellten Fragen und den dazugehörigen Antworten zum Thema Trockene Augen.

Sollten dennoch Fragen offen geblieben sein, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme!

FAQ

Warum ist tägliche Lidrandpflege so wichtig?

Unabhängig davon, ob Sie unter Trockenen Augen oder einer Blepharitis leiden, gilt: Die empfindliche Haut der Augenpartie muss gut, aber sanft gereinigt und gepflegt werden. Bei einer Lidrandentzündung oder Trockenen Augen durch einen Mangel der Lipidschicht des Tränenfilms ist die Lidrandhygiene ein sehr wichtiger Bestandteil der Therapie. Studien konnten zeigen, dass Lidrandpflege zu weniger verstopften Meibom-Drüsen, einer Stabilisierung des Tränenfilms und einer Zunahme der Lipidschicht des Tränenfilms führt.

Dazu werden die Sekrete, die die Meibom-Drüsen verstopfen, mithilfe von feucht-warmen Kompressen oder einer Wärmebrille verflüssigt. Durch sanfte und gezielte Lidrandmassage und der anschließenden Reinigung der Lidränder, werden die Sekrete dann entfernt. In der Regel muss eine Blepharitis über einen längeren Zeitraum behandelt werden – daher sollten Sie für die Lidrandreinigung und -pflege ein tägliches Ritual entwickeln und Geduld haben. Zudem kann es auch sinnvoll sein, den Tränenfilm mit Benetzungslösungen, die Lipide enthalten zu ergänzen.

Sehen Sie sich hier auch das Video zur Lidrandpflege an!

Was ist eine Blepharitis?

Bei einer sogenannten Blepharitis handelt es sich um eine Lidrandentzündung. Die Meibom-Drüsen, die am Lidrand sitzen und für die Produktion der Lipidschicht des Tränenfilms zuständig sind, sind in diesem Fall verstopft und entzündet. Man spricht dabei auch von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD). Die Symptome einer Lidrandentzündung ähneln denen Trockener Augen. Das Sekret, das die Meibom-Drüsen produzieren kann nicht selbständig abfließen, daher ist eine tägliche Lidrandreinigung und -pflege sehr wichtig.

Auch Betroffene von seborrhoischer Dermatitis, einer speziellen Ekzemform, können eine Blepharitis entwickeln. Für diese Patienten ist Lidrandhygiene ebenfalls sehr wichtig.

Lesen Sie hier mehr über Lidrandpflege!

Blepharitis kann allerdings auch durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden – für die dann erforderliche antibiotische oder antivirale Therapie sollten Sie unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin aufsuchen und die Ursache genau abklären lassen.

Meine Augen tränen, wie können sie da trocken sein?

Tränende Augen schließen Trockene Augen nicht aus! Im Gegenteil: Vielmehr sind sie ein Anzeichen dafür, dass möglicherweise der Tränenfilm instabil ist. Das kann daran liegen, dass die Lipidschicht, die von den Meibom-Drüsen am Lidrand produziert wird und den Tränenfilm vor Verdunstung schützt, gestört ist. Die genaue Ursache dafür sollten Sie unbedingt von Ihrem Augenarzt oder Ihrer Augenärztin abklären lassen.

Erfahren Sie hier mehr über den Tränenfilm.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Trockenen Augen?

Die Ernährung übt einen wichtigen Einfluss auf Menge und Qualität des Tränenfilms aus. Bei Trockenen Augen erhöht sich das Risiko für entzündliche Prozesse. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Omega-3-Fettsäuren. Diese sind Ausgangsstoffe für entzündungshemmende Stoffe im Immunsystem. Im Auge sind bestimmte Drüsen für die Produktion der Tränenflüssigkeit zuständig (Meibom-Drüsen). Diese benötigen Omega-3-Fettsäuren zur Produktion. Omega-3-Fettsäuren sind also Entzündungshemmer und gleichzeitig Bausteine des Tränenfilms. Weitere zellschützende Mikronährstoffe wie die Vitamine A, B und C, Carotinoide sowie Zink, sind ganz entscheidend für die Augengesundheit.

Ein augenfreundlicher Speiseplan enthält also viel buntes Gemüse und regelmäßig Meeresfisch. Ausreichend Trinken ist sehr wichtig.

Welche Ursachen können zu Trockenen Augen führen?
  • Umgebungsfaktoren (heiße, trockene Umgebungsluft, Jahreszeit, Klimaanlagen)
  • Umweltbelastungen (Ozon, Stäube, Lösungsmitteldämpfe etc.)
  • Bildschirmarbeit
  • Rheumatische oder internistische Erkrankungen, wie z. B. Morbus Sjörgen, Polyarthritis, Diabetes, Schilddrüsen-Erkrankungen
  • Hautkrankheiten
  • Hormonumstellungen
  • Nervenlähmungen wie z. B. nach einem Schlaganfall
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie z. B. ß-Blocker, Anti-Baby-Pille

Sehen Sie sich hier unser Video zu den Behandlungsmöglichkeiten von Trockenen Augen an.

Wie ist der Tränenfilm aufgebaut?

Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten, die ineinander übergehen. Die innere, hauptsächlich von den Becherzellen produzierte Muzin- oder auch Schleimschicht sorgt dafür, dass der Tränenfilm an der Hornhautoberfläche haften bleibt. Den größten Teil des Tränenfilms macht die mittlere, wässrige Schicht aus, die weitestgehend von den Tränendrüsen produziert wird. Neben Wasser enthält sie im Wesentlichen Nährstoffe, Hyaluronsäure, Sauerstoff und keimtötende Substanzen. Die sogenannten Meibom-Drüsen produzieren die äußerste Schicht des Tränenfilms, die als stabilisierende Lipidphase dafür sorgt, dass die Tränenflüssigkeit nicht verdunstet.

Werden Augentropfen für Trockene Augen von meiner Krankenkasse übernommen?

In medizinisch notwendigen Fällen werden bestimmte Augentropfen mit Hyaluronsäure von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Die Produkte können als Tränenersatzmittel bei einer vorliegenden Autoimmunerkrankung wie dem Sjögren-Syndrom, einer Epidermolysis bullosa oder einem okulären Pemphigoid von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin verordnet werden – in diesem Fall übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten. Sollten Sie an einer fehlenden oder geschädigten Tränendrüse, einer Fazialisparese oder einem Lagophthalmus leiden, können Sie ebenfalls ein Rezept erhalten, das von der Krankenkasse erstattet wird. Beispielsweise können die Kosten für folgende Produkte bei den oben genannten Erkrankungen übernommen werden.

Was versteht man unter Diagnose?

Die Diagnose ist die Feststellung einer bestimmten Krankheit. Auf die Diagnose baut die nachfolgende ärztliche Behandlung auf. Durch die Komplexität des Trockenen Auges ist eine eindeutige Diagnose aber nicht immer ganz einfach. Nicht selten gibt es eine Abweichung zwischen den empfundenen Beschwerden der betroffenen Person und der Diagnosestellung. Ein intensives und vertrauensvolles Anamnesegespräch ist daher neben den gängigen Diagnosemöglichkeiten besonders wichtig.

Sehen Sie in unserem Video, warum Sie bei Symptomen Trockener Augen zum Augenarzt oder zur Augenärztin gehen sollten.

Welche Symptome treten bei Trockenen Augen auf?
  • Fremdkörper- | Sandkorngefühl
  • Trockenheitsgefühl
  • Tränende Augen
  • Geschwollene, verklebte Augenlider
  • Gerötete Augen
  • Schmerzen, Brennen & müde Augen
  • Lichtempfindlichkeit

Bitte suchen Sie unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin für eine genaue Abklärung auf, wenn die Symptome bei Ihnen auftreten. Erfahren Sie hier, wie die Symptome behandelt werden können.

Was ist das „Office Eye Syndrom“?

Probleme wie Brennen, Jucken und Trockenheitsgefühl der Augen bezeichnen Experten auch als „Office-Eye-Syndrom“. Vier von fünf Menschen, die täglich mehrere Stunden am PC sitzen, kennen laut Einschätzung des Berufsverbandes der Augenärzte dieses Leiden. Arbeiten am Bildschirm gehört für viele zum Büroalltag. Durch den konzentrierten Blick sinkt unter anderem die Lidschlagfrequenz wodurch der Tränenfilm nicht mehr so gut auf dem Auge verteilt wird. Gleiches gilt für die Nutzung von Smartphones und Tablets. Kommt dann noch trockene, warme Büroluft hinzu, macht das der Hornhaut des Auges zu schaffen.

Augentropfen gegen Trockene Augen können hier Abhilfe schaffen. Sollten Ihre Beschwerden längere Zeit bestehen, sollten Sie aber unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin aufsuchen.

Welche Funktionen hat der Tränenfilm?

Mit jedem Lidschlag benetzt der Tränenfilm die Oberfläche des Auges – genauer gesagt Horn- und Bindehaut – damit diese glatt und geschmeidig bleibt. Er versorgt die Hornhaut mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Sie verfügt über keine eigenen Blutgefäße, da diese das Sehen beeinträchtigen würden. Ist der Tränenfilm intakt, dient er aufgrund seiner Zusammensetzung außerdem der Abwehr von bakteriellen Infektionen und schwemmt kleinere Fremdkörper einfach aus.

Lesen Sie hier mehr zum Tränenfilm.

Wie kann ich Trockenen Augen vorbeugen?

Ausreichend Trinken: Ein guter Wasserhaushalt ist ganz entscheidend  für unsere Gesundheit und kann auch Trockenen Augen vorbeugen. Trinken Sie deshalb mindestens zwei Liter – möglichst Wasser – pro Tag!

Ausgewogen Essen: Eine ausgewogene Ernährung mit viel buntem Gemüse, Salat und Obst und ausreichend Omega-3-haltigem Seefisch tragen ganz entscheidend dazu bei, die Augen gesund zu erhalten.

 Wohlbefinden und Entspannung:

  • Bewusstes Blinzeln: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, mehrmals am Tag bewusst zu blinzeln.
  • In die Ferne blicken: Lassen Sie Ihren Blick in der Ferne ruhen, ohne etwas bewusst zu fixieren.
  • Schützen Sie Ihre Augen vor Zugluft.
  • Lüften Sie regelmäßig – Büro und Wohnräume.
  • Lassen Sie Ihre Augen regelmäßig von Ihrem Augenarzt oder Ihrer Augenärztin untersuchen.
  • Meiden Sie Zigarettenrauch.
  • Gehen Sie mit Sonnenbrille in die Sonne.

Lidrandpflege: Mit jedem Lidschlag verteilen die Augenlider die Tränenflüssigkeit über das Auge. Auf diese Weise schützen die Lider das Auge vor Austrocknung, Verunreinigungen und Verletzungen. Treten Veränderungen an den Lidern auf, so ist diese wichtige Funktion gestört. Bei der Entzündung der Talgdrüsen am Lidrand kommt es neben Rötung, Schwellung und Verkrustung häufig zu einem Trockenen Auge. Wichtig ist daher eine sorgfältige und regelmäßige Lidrandpflege:

  • Reinigung der Augenlider mittels Reinigungstüchern
  • Lidrandmassage
  • Gels oder Cremes zur Reinigung erkrankter Augenlider

Lesen Sie hier mehr zur Lidrandpflege und worauf Sie achten sollten.

An wen muss ich mich wenden?

Das Trockene Auge ist eine chronische Erkrankung, die eine wiederkehrende Behandlung und Kontrolle durch Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin erfordert. Um dauerhafte Schäden an der Augenoberfläche zu vermeiden, sollten Sie also unbedingt regelmäßige Termine vereinbaren.

Lesen Sie hier, wie Ihr Augenarzt oder Ihre Augenärztin Trockene Augen diagnostiziert.

Wie werden Trockene Augen diagnostiziert?

Der Augenarzt oder die Augenärztin verfügt über verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten und Tests, mit deren Hilfe die Augenoberfläche, der Tränenfilm, die Tränenproduktion und die Lider untersucht werden können und die so eine Diagnosestellung ermöglichen.

Zunächst erfolgt die Schilderung Ihrer Beschwerden in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch.  Im Anschluss beginnt die Ursachenfindung. Hierfür wird die sogenannte Spaltlampe verwendet, mit deren Hilfe man das Auge in einer vielfachen Vergrößerung betrachten kann.

Zusätzliche Tests umfassen die Messung der Tränenfilmstabilität durch Bestimmung der Tränenfilmaufreißzeit, die Messung der Tränenmenge mit einem Filterstreifen und auch Anfärbeverfahren mit unterschiedlichen Farbstoffen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Anfärbemuster eine genauere Beurteilung der Augenoberfläche zulassen (Fluoreszein, Lissamingrün, Bengalrosa).

Weitere wichtige Tests sind die Untersuchung der Augenlider und die Messung der Tränenfilmosmolarität.

Lesen Sie hier mehr zur Diagnose von Trockenen Augen.

Was bedeutet hyperevaporativ in Zusammenhang mit Trockenen Augen?

Bei der hyperevaporativen Form des Trockenen Auges verdunstet die Tränenflüssigkeit aufgrund einer mangelhaften Zusammensetzung oder gestörten Produktion der äußeren Lipidschicht des Tränenfilms sehr schnell.

Lesen Sie hier, wie Trockene Augen behandelt werden können.

Was bedeutet hypovolämisch in Zusammenhang mit Trockenen Augen?

Bei der hypovolämischen Form des Trockenen Auges kommt es zu einer zu geringen Tränenbildung – man spricht auch von einem quantitativen Tränenmangel. Folgen sind Fremdkörpergefühl, müde Augen und Blendempfindlichkeit.

Lesen Sie hier, wie Trockene Augen behandelt werden können.

Was bedeutet Osmolarität und warum sind Trockene Augen hyperosmolar?

Die Osmolarität gibt die Anzahl der osmotisch aktiven Teilchen pro Liter einer Lösung an. Vereinfacht gesagt: Sie gibt die Konzentration der gelösten Teilchen (z. B. Salze, Proteine, Zucker) in einer Flüssigkeit an. Beim Krankheitsbild des Trockenen Auges spielt der Verlust von Wasser durch Verdunstung aus dem Tränenfilm eine wesentliche Rolle. Durch den Wasserverlust erhöht sich die Osmolarität (Konzentration) im Tränenfilm, er ist sozusagen „versalzen“ (hyperosmolar). Um dem entgegenzusteuern, setzt man bei der Behandlung des Trockenen Auges bevorzugt hypoosmolare Augentropfen ein – sie gleichen die Hyperosmolarität besser aus als isoosmolare.

Sehen Sie hier unser Video zur Osmolarität bei Augentropfen.

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