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Trockene Augen sind mehr als eine Befindlichkeitsstörung

Hintergrund:

Wussten Sie, dass jeder fünfte Patient, der in Deutschland einen Augenarzt aufsucht, unter Trockenen Augen leidet? Die „Keratoconjunctivitis sicca“ – wie das Trockene Auge in der Fachsprache genannt wird – ist eine der am häufigsten diagnostizierten Augenerkrankungen. Brennen, Juckreiz, Schmerzen, Rötung und zahlreiche weitere Symptome haben große Auswirkungen auf Alltag und Lebensqualität der Betroffenen und sind oft mit einem hohen Leidensdruck verbunden.

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Was ist ein „Trockenes Auge“?

Wissenschaftler definieren das Trockene Augen wie folgt: „Das Trockene Auge ist eine multifaktorielle Erkrankung der Augenoberfläche, die charakterisiert ist durch ein gestörtes Gleichgewicht des Tränenfilms. Es wird begleitet von Augensymptomen, bei denen die Instabilität und Hyperosmolarität des Tränenfilms, eine Entzündung und Schädigung der Augenoberfläche sowie neurosensorische Besonderheiten an der Entstehung beteiligt sind.“

 Charakteristisch für trockene Augen sind im Wesentlichen drei Faktoren:

  1. ein gestörter Tränenfilm,
  2. die damit einhergehende sogenannte Hyperosmolarität des Tränenfilms (der Tränenfilm ist sozusagen versalzen) und als Folge
  3. eine Entzündung der Augenoberfläche.
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Der Tränenfilm und seine Funktionen:

Mit jedem Lidschlag benetzt der Tränenfilm die Oberfläche des Auges – genauer gesagt Horn- und Bindehaut – damit diese glatt und geschmeidig bleiben. Er versorgt die Hornhaut mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Ist der Tränenfilm intakt, dient er aufgrund seiner Zusammensetzung außerdem der Abwehr von bakteriellen Infektionen und schwemmt kleinere Fremdkörper einfach aus. Betrachtet man die komplexe Zusammensetzung des Tränenfilms vereinfacht, besteht dieser aus drei Schichten, die ineinander übergehen.

Grundlage für die Behandlung des Trockenen Auges ist die Gabe von Augentropfen

Die Therapie des Trockenen Auges hängt von der Ursache und dem Schweregrad ab. Wichtig dabei ist, dass die Therapie individuell auf Sie zugeschnitten ist. Bei Patienten mit nur gelegentlichen Beschwerden sind dünnflüssige Augentropfen sinnvoll. Patienten, die ständig starke Beschwerden haben, sollten dickflüssigere Präparate (Gele) verwenden. Liegt eine Allergie gegen Konservierungsstoffe vor oder werden Augentropfen gegen Trockene Augen sehr häufig benutzt, sollten Tropfen ohne Konservierungsstoffe verwendet werden.

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