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Was sind Trockene Augen?
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Behandlung von Trockenen Augen
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FAQ
- Umgebungsfaktoren (heiße, trockene Umgebungsluft, Jahreszeit, Klimaanlagen)
- Umweltbelastungen (Ozon, Stäube, Lösungsmitteldämpfe etc.)
- Bildschirmarbeit
- Rheumatische oder internistische Erkrankungen, wie z. B. Morbus Sjörgen, Polyarthritis, Diabetes, Schilddrüsen-Erkrankungen
- Hautkrankheiten
- Hormonumstellungen
- Nervenlähmungen wie z. B. nach einem Schlaganfall
- Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie z. B. ß-Blocker, Anti-Baby-Pille
Sehen Sie sich hier unser Video zu den Behandlungsmöglichkeiten von Trockenen Augen an.
Bei der hypovolämischen Form des Trockenen Auges kommt es zu einer zu geringen Tränenbildung – man spricht auch von einem quantitativen Tränenmangel. Folgen sind Fremdkörpergefühl, müde Augen und Blendempfindlichkeit.
Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten, die ineinander übergehen. Die innere, hauptsächlich von den Becherzellen produzierte Muzin- oder auch Schleimschicht sorgt dafür, dass der Tränenfilm an der Hornhautoberfläche haften bleibt. Den größten Teil des Tränenfilms macht die mittlere, wässrige Schicht aus, die weitestgehend von den Tränendrüsen produziert wird. Neben Wasser enthält sie im Wesentlichen Nährstoffe, Hyaluronsäure, Sauerstoff und keimtötende Substanzen. Die sogenannten Meibom-Drüsen produzieren die äußerste Schicht des Tränenfilms, die als stabilisierende Lipidphase dafür sorgt, dass die Tränenflüssigkeit nicht verdunstet.
- Fremdkörper- | Sandkorngefühl
- Trockenheitsgefühl
- Tränende Augen
- Geschwollene, verklebte Augenlider
- Gerötete Augen
- Schmerzen, Brennen & müde Augen
- Lichtempfindlichkeit
Bitte suchen Sie unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin für eine genaue Abklärung auf, wenn die Symptome bei Ihnen auftreten. Erfahren Sie hier, wie die Symptome behandelt werden können.
Probleme wie Brennen, Jucken und Trockenheitsgefühl der Augen bezeichnen Experten auch als „Office-Eye-Syndrom“. Vier von fünf Menschen, die täglich mehrere Stunden am PC sitzen, kennen laut Einschätzung des Berufsverbandes der Augenärzte dieses Leiden. Arbeiten am Bildschirm gehört für viele zum Büroalltag. Durch den konzentrierten Blick sinkt unter anderem die Lidschlagfrequenz wodurch der Tränenfilm nicht mehr so gut auf dem Auge verteilt wird. Gleiches gilt für die Nutzung von Smartphones und Tablets. Kommt dann noch trockene, warme Büroluft hinzu, macht das der Hornhaut des Auges zu schaffen.
Augentropfen gegen Trockene Augen können hier Abhilfe schaffen. Sollten Ihre Beschwerden längere Zeit bestehen, sollten Sie aber unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin aufsuchen.
Mit jedem Lidschlag benetzt der Tränenfilm die Oberfläche des Auges – genauer gesagt Horn- und Bindehaut – damit diese glatt und geschmeidig bleibt. Er versorgt die Hornhaut mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff. Sie verfügt über keine eigenen Blutgefäße, da diese das Sehen beeinträchtigen würden. Ist der Tränenfilm intakt, dient er aufgrund seiner Zusammensetzung außerdem der Abwehr von bakteriellen Infektionen und schwemmt kleinere Fremdkörper einfach aus.
Bei der hyperevaporativen Form des Trockenen Auges verdunstet die Tränenflüssigkeit aufgrund einer mangelhaften Zusammensetzung oder gestörten Produktion der äußeren Lipidschicht des Tränenfilms sehr schnell.
Die Osmolarität gibt die Anzahl der osmotisch aktiven Teilchen pro Liter einer Lösung an. Vereinfacht gesagt: Sie gibt die Konzentration der gelösten Teilchen (z. B. Salze, Proteine, Zucker) in einer Flüssigkeit an. Beim Krankheitsbild des Trockenen Auges spielt der Verlust von Wasser durch Verdunstung aus dem Tränenfilm eine wesentliche Rolle. Durch den Wasserverlust erhöht sich die Osmolarität (Konzentration) im Tränenfilm, er ist sozusagen „versalzen“ (hyperosmolar). Um dem entgegenzusteuern, setzt manbei der Behandlung des Trockenen Auges bevorzugt hypoosmolare Augentropfen ein – sie gleichen die Hyperosmolarität besser aus als isoosmolare.
Sehen Sie hier unser Video zur Osmolarität bei Augentropfen.
Bei einer sogenannten Blepharitis handelt es sich um eine Lidrandentzündung. Die Meibom-Drüsen, die am Lidrand sitzen und für die Produktion der Lipidschicht des Tränenfilms zuständig sind, sind in diesem Fall verstopft und entzündet. Man spricht dabei auch von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD). Die Symptome einer Lidrandentzündung ähneln denen Trockener Augen. Das Sekret, das die Meibom-Drüsen produzieren kann nicht selbständig abfließen, daher ist eine tägliche Lidrandreinigung und -pflege sehr wichtig.
Auch Betroffene von seborrhoischer Dermatitis, einer speziellen Ekzemform, können eine Blepharitis entwickeln. Für diese Patienten ist Lidrandhygiene ebenfalls sehr wichtig.
Lesen Sie hier mehr über Lidrandpflege!
Blepharitis kann allerdings auch durch Bakterien oder Viren hervorgerufen werden – für die dann erforderliche antibiotische oder antivirale Therapie sollten Sie unbedingt Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin aufsuchen und die Ursache genau abklären lassen.
Tränende Augen schließen Trockene Augen nicht aus! Im Gegenteil: Vielmehr sind sie ein Anzeichen dafür, dass möglicherweise der Tränenfilm instabil ist. Das kann daran liegen, dass die Lipidschicht, die von den Meibom-Drüsen am Lidrand produziert wird und den Tränenfilm vor Verdunstung schützt, gestört ist. Die genaue Ursache dafür sollten Sie unbedingt von Ihrem Augenarzt oder Ihrer Augenärztin abklären lassen.